Sonntag, 5. März 2017

School and Food

Das ist wie man diese Woche so beschreiben könnte denn sonderlich viel ist nicht vorgefallen. So wird dieser Blogpost ein wenig langweilig und kurz. 

Am Montag ging es schon los mit den Hausaufgaben. In Englisch lesen wir jetzt das Buch "Night" von Elie Wiesel der als Junge zusammen mit seinem Vater in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert wurde und dieses überlebte.
Wie jeden Montag und Freitag hatten wir natürlich Rehearsals. Zwar macht mir das immer noch total viel Spaß und ich freue mich eigentlich auf jede Probe allerdings muss ich sagen, dass wir alle irgendwie momentan einen kleinen Durchhänger haben. Es geht einfach nicht richtig voran mit dem lernen. Wir haben die Texte immer noch nicht genau im Kopf und die Tänze noch weniger. Hoffentlich gibt sich das alles in den nächsten Wochen, denn am 6. April ist schon unsere erste Aufführung. Die Wochen bis dahin sollten dementsprechend stressig werden.
Ein typisch amerikanischer Klassenraum
Dienstag rief dann auch meine erste Pre-Calc Klausur. Zwar hatten wir uns im Vorfeld vorbereitet, aber trotzdem hatte ich bei allem kein wirklich gutes Gefühl. Das sollte sich auch bestätigen, mit einem Punkt bin ich am C vorbeigeschrammt und landete schlussendlich auf einem D+. Zum Glück ist unser Lehrer so nett und lässt uns nachschreiben, wenn wir möchten. Das nehme ich doch gerne in Anspruch.
Ansonsten war bis Freitag nicht wirklich viel los. man könnte sagen min Tagesablauf bestand aus Schule, Essen, Hausaufgaben und Schlafen. Es war schön direkt mit dem Bus nach Hause zu fahren anstatt noch Cheerleading zu haben trotzdem habe ich in den paar Tagen gemerkt, dass mir ein wenig die Abwechslung gefehlt hat und der Sport.
Mittwoch waren Morgan und ich nach der Youth Group bei Sonic einem Milkshake Shop. Ich hatte einen Peanutbutter-Cookiedough Shake und war danach pappsatt. Die Milkshakes hier sind aber auch zu gut!
Am Donnerstagabend habe ich dann erstmal mit Nike (www.hnykesworld.com) geskypet. Es war schön sich mal wieder zu "sehen" und von den Abenteuern der letzten Monate zu berichten. Ohne das es uns bewusst wurde haben wir drei Stunden geskypet und es war schon lange Zeit ins Bett zu gehen. Obwohl es uns beiden sehr gut geht und uns die USA unglaublich gefällt sind wir beide zu dem Entschluss gekommen, dass es langsam Zeit wird wieder nach Deutschland zurück zukehren. Ich habe noch kein Heimweh gehabt und auch momentan keins, was zu einem großenteil an meiner supernetten Gastfamilie liegt, aber trotzdem wird die Sehnsucht nach Deutschland immer größer und ich freue mich schon auf die Rückkehr in etwa 3 Monaten. Wie schnell die Zeit vergeht!
Freitag hieß es dann wieder Rehealsals. Und diesmal ging es sogar auf die Bühne im Auditorium. Rein theoretisch haben wir den ersten Akt zusammen so ganz laufen wie gewollt tut der allerdings nicht! Nachdem der letzte Freitag so warm und sonnig war wurde es an diesem kalt und ekelig. Die Temperatur hat sich wieder in die Minusgrade verkrümelt und so auch unsere sonnige Laune.
Den Samstag habe ich quasi im Dancestudio verbracht. Ganze 4 Stunden wurden Tänze einstudiert, wiederholt und verfeinert. Nach 4 Stunden war ich dann aber auch dementsprechend fertig.
Sonntag hieß es dann  auch wieder früh aufstehen, denn ich hatte Coffee Service in der Kirche. Im Anschluss sind wir zu Olive Garden einer italienischen Restaurantkette gegangen, also ausnahmsweise kein Burger für mich, aber das war bei den Massen die ich hier schon gegessen habe völlig okay!

Und das war auch schon Woche 30 in den USA! Unfassbar wie schnell die Zeit vergeht!

Viele Grüße und bis bald mal wieder,
eure Hanja :-)  

Ein Foto von meinen (nicht) phänomenalen Cheer-Jumps!

Sonntag, 26. Februar 2017

Stürmische Zeiten ...

... So könnte man diese Woche wohl am besten beschreiben, denn Stürme gab es nicht nur im Klassenraum sondern auch mächtig außerhalb.

Am Montag ging es vorerst noch recht gemächlich zu. Natürlich musste ich mal wieder Hausaufgaben erledigen aber das war alles halb so wild und so habe ich erstmal eine ordentliche Skypesession eingelegt. Abends ging es dann zum Bowlen. Auf dem Weg dorthin standen wir allerdings erst einmal 30 Minuten im Stau. Wie gesagt stürmische Zeiten, auch im Straßenverkehr. Diesmal hat meine Regional Cordinatorin Pam das Treffen organisiert, so hatten wir alle noch einmal die Möglichkeit zusammen ein Treffen zu haben. Leider hat sich meine Local Cordinatorin geändert wegen ein paar Unstimmigkeiten mit der Austauschorganisation, so wurden wir mehr oder weniger alle auf verschiedene Local Cordinator aufgeteilt. Beim Bowling habe ich auch zum ersten Mal meine neue Local Cordinatorin Stephanie getroffen, diese schien sehr nett trotzdem bin ich ein wenig traurig, dass wir alle aufgeteilt wurden denn wir hatten immer viel Spaß bei den monatlichen Treffen, so auch wieder beim Bowling. Da ich gleichzeitig auf zwei Bahnen gespielt habe kam es vor, dass ich genau zur selben Zeit bowlen musste so kam uns die Idee doch einfach gleichzeitig mit je einer Hand zu bowlen. Die gelang mir mehr schlecht als recht, aber wir hatten eine menge Spaß. Am Ende habe ich sogar gewonnen!
Dienstag ging es dann mal wieder in die Schule nach diesem langen und erholsamen Wochenende. Natürlich wurden wir direkt wieder mit Hausaufgaben zugeschüttet, ich hätte es mir echt besser überlegen sollen, welche Fächer ich wähle. Auf jeden Fall hieß es nach der Schule mal wieder Sachen packen, allerdings nur für eine Nacht, denn es ging vom PPP aus nach Harrisburg, der Hauptstadt von Pennsylvania. Pam hat Julia und mich nach Harrisburg mitgenommen, während Luca von Elena, einer Angestellten von unserer Organisation Ciee abgeholt wurde. Zum Abendessen gab es Chinesisch und dann haben wir uns knapp zwei Stunden am Pool unterhalten. Eigentlich wollten wir drei schwimmen gehen, aber wir haben so lange mit Elena und Pam über den Verlauf unseres bisherigen Austausches geredet, dass der Pool geschlossen wurde und wir ins Zimmer umsiedeln mussten wo wir noch einmal knapp eine Stunde geredet haben. Danach sind wir auf die Zimmer und haben uns unter uns unterhalten. Es hat richtig gut getan sich mal wieder auf Deutsch zu unterhalten, in echt und nicht nur über Skype. Man vergisst gar, was für lustige Wörter es in der deutschen Sprache gibt, das habe ich richtig zu schätzen gelernt in den paar Monaten wo eigentlich alles Englisch ist. Ich freue mich schon wieder darauf jeden Tag Deutsch zu reden.
Am nächsten Tag gab es wieder einen Sturm, diesmal der Organisation. Denn bei dieser schien es ein wenig drunter und drüber zu gehen bei unserem Harrisburg-Trip. Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir zum Capitol gefahren um dieses zu besichtigen. Bis wir uns alle in dem riesigen Gebäude wieder gefunden haben, hat es ein wenig gedauert. So waren wir bei der Führung mächtig unter Zeitdruck und konnten nur kurz in die ganzen Räumen herein gucken, dazu würde uns aber noch später Zeit bleiben. Bei der Führung hat uns auch Christine, Julias Local Cordinatorin, begleitet.
Nach der kurzen Führung ging es zum Senator von meinem County. So wie die Meisten sicher wissen, gibt es von jedem County in den USA einen Representative und zwei Senatoren für den Staat. Diese sind jedoch auch dem Federal Level und meistens in DC. So ähnlich funktioniert das auch auf dem State Level. Wir durften Senator Ryan Aument treffen, welcher für Julias und mein  County zuständig ist. Dieser war total nett und hat sich richtig Zeit für uns genommen, sich besonders für das deutsche Schulsystem und unser Austauschprogramm das PPP oder CBYX interessiert.
Nach dem Treffen ging es noch einmal durch das Capitol zum Fotos machen. Danach haben wir einen kleinen Snack zum Mittagessen gehabt und im Anschluss haben wir einen kurzen Film über Ingenieurskunst gesehen. Dieser wurde in dem nahegelegenem Science Lab auf einer riesigen I-MAX Leinwand gezeigt und war so nur noch mehr beeindruckend. In der Dokumentation wurde dargestellt welche Barrieren Ingenieure täglich meistern um das Platzproblem in Städten oder die Konstruktion von Brücken in schwer erreichbaren Orten zu lösen. Ich fand das total interessant!
Danach haben wir uns voneinander verabschiedet und Elena hat Julia und mich nach Hause gefahren. Da Kelly Elena im Vorneherein zum Essen eingeladen hatte ist diese noch ein wenig länger geblieben. Ich mochte den Trip total auch, wenn die Organisation manchmal ein wenig ungeklärt war und wir eigentlich nicht so viel getan haben war ich am Mittwochabend fertig.
Donnerstag hat Elena mich in meiner High School besucht, nach einem Treffen mit dem Schulleiter habe ich sie durch die Schule geführt und mit in meine Englisch Klasse genommen. Während sie sich noch mit meiner Guidance Counslerin unterhalten hat musste ich leider schon zum nächsten Block. In diesem gab es mal wieder ein Quiz und da ich total nicht darauf vorbereitet war und einfach weil es Mathe ist, habe ich mal wieder mit einem sauberen D abgeschlossen.
Am Abend musste ich dann überraschender Weise noch einmal beim Cheerleading ran. Unser Team hatte es ja in die Play-Offs geschafft und das zweite Play-Off Spiel hatten wir zu Hause. Es hat wieder total viel Spaß gemacht und mir ist bewusst geworden wie sehr ich Cheerleading in den zwei Wochen vermisst hatte. Nach einem Stunt ging mir schon die Puste aus und da soll nochmal einer sagen Cheerleading sei kein Sport, es scheint ja dann doch irgendwo halbwegs fit gehalten zu haben. Das Game war richtig gut und meine Schule hat von vorne bis hinten überlegen geführt! Das hieß sie waren eine Runde weiter.
So wie schon am Donnerstag war das Wetter am Freitag richtig gut. Und mit gut meine ich 22°Celsius, im Februar! Keine Wolke war am Himmel und ich konnte meine Hausaufgaben gemütlich draußen erledigen. Da habe ich mich doch am Freitag nach der Schule direkt in den Gartenstuhl gesetzt und mit einem Buch die Sonne genossen, das hat sich dann definitiv nicht wie Februar angefühlt und mein Gehirn war auch schon längst im Mai.
Abends hatte ich dann nach fast zwei Wochen wieder Rehearsals, irgendwie sind wir momentan so ein wenig auf einer Durststrecke, denn es geht einfach nicht vorwärts. Wir haben einen so guten Start hingelegt aber es scheint ein wenig die Luft raus zu sein und das bei nur noch 6 Wochen bis zur Aufführung! Man könnte auch sagen es ist Flaute, also ganz und gar kein Wirbelsturm.
Am Samstag hatten wir auch wieder Dance Rehearsals, da ich bei den letzten krank war war es auch hier schon eine gute Weile her, seit ich das letzte mal das Tanzstudio betreten habe. Wir als Brainiacs mussten wieder länger bleiben, da wir noch den Tanz für "Status Quo" einstudieren wollten.
Leider ist das Grün auf dem Bild nicht so zu sehen
Direkt vom Tanzen ging es dann zu Lisas Überraschungsparty, die ihre Host Mum Amy geplant hatte und Luca, Julia und mich als Gäste eingeladen hatte. Am Abend wollten wir Bowlen gehen und danach einen Sleepover machen. Zwischen der Party und mir stand allerdings ein Sturm und der war mal mächtig! Es hatte sich den ganzen Tag schon zugezogen, aber trotzdem war es noch ziemlich warm. Auf einmal wurde der Himmel so richtig grün und total dunkel. Kelly neben mir im Auto wurde ziemlich hibbelig als sie mir erklärte, dass das ein Anzeichen für Tornados war. Die regionalen Radiostationen hatten auch schon mehrere Tornadowarnungen rausgeben, bis dahin hatte aber noch keiner der Wirbelstürme den Boden berührt. Auf einmal fing es an unglaublich windig zu werden und alles was nicht Niet und Nagelfest war machte einen wortwörtlichen Abflug. Die Oberleitungen schwangen nur so von Seite zu Seite und zusammen mit dem Schauer ging es dann richtig los. Keine Minute später fing es an zu hageln und als ich versucht habe Kelly beizubringen, dass wir in Deutschland deutlich schlimmere Hagelstürme gesehen haben wurde diese immer noch nicht ruhiger. Ich hingegen habe immer noch fromm, fröhlich, frei durch die Gegend geguckt und den grünen Himmel bewundert. Nachher habe ich dann erfahren, dass ein Tornado gar nicht so weit entfernt war und alle Zeichen die Kelly so besorgt gemacht haben und über die ich gelacht habe deutlich auf einen Tornado hinweisen. Hätte ich das gewusst wäre ich sicher nicht so munter im Auto gesessen.
Endlich bei Lisa angekommen haben wir noch ein paar Dinge vorbereitet. Lisa war vorher aus dem Haus gelockt worden und wurde dann von uns überrascht. Da Lisa, wie ich, so gerne Unicorns mag hat Amy die ganze Party mit Einhörnern gestaltet. Lisa war total überrascht als wir um die Ecke gesprungen sind und sie überrascht haben. Es gab sogar Unicorn Cupcakes!
Abends sind wir dann, das zweite mal in der Woche, Bowlen gegangen. Ich hatte leider nicht so eine Glücksträhne wie am Montag und so habe ich beide Spiele verloren.
Nach dem bowlen sind wir dann zu der Padoga, also einem dieser chinesischen Häuser, in Reading gefahren. Leider war diese nicht beleuchtet so konnten wir diese nicht so gut sehen. Ich hatte meine Jacke vergessen und es mega windig, das war dann doch ein wenig kalt und so sind wir schnell wieder ins Auto gesprungen.
Nachher haben wir dann einen typisch amerikanischen Sleepover veranstaltet, auch wenn wir alle aus Deutschland sind. Wir haben uns im Wohnzimmer mit Decken und Kissen breit gemacht, High School Musical geguckt und bis in die Nacht geredet. Am nächsten Morgen waren wir alle ein wenig verschlafen, aber das haben wir in Kauf genommen.
Außerdem waren am Sonntag die Oscars, das konnte ich mir doch auf keinen Fall entgehen lassen! Zwar habe ich nicht alles geschaut, schließlich war es Sonntag und ich musste am Montag, leider, in die Schule, aber trotzdem habe ich ein paar Verleihungen und Kleider gesehen.

Wie man sieht war das eine ziemlich stürmische Woche. Es ging von einem Termin zum nächsten und das Wetter hat auch total verrückt gespielt. Ich habe meinen ersten Tornado überlebt auch, wenn ich ihn nicht gesehen habe lasse ich das mal so gelten!

Viele Grüße aus dem stürmischen Pennsylvania,
eure Hanja :-D

P.S.: Ich lade immer noch mehr Fotos in der Galerie hoch als im eigentlichen Post, da dieser sonst so überladen mit Fotos ist!

Sonntag, 19. Februar 2017

Be my Valentine?!

Und schon ist wieder eine neue Woche um. Die erste Woche ohne Cheerleading, ja dem trauere ich schon echt ein wenig nach, aber natürlich gab es wieder viel zu entdecken und diesmal ganz besonders Philadelphia!

Am Montag ging es nach kleiner Auszeit endlich wieder in die Schule. Wobei was heißt endlich, eigentlich hatte ich gar nicht so große Lust auf Schule. Es schien allerdings nicht allzu schlimm, dass ich einen Tag nicht da war, denn so viel hatte ich gar nicht verpasst. Abends hatte ich dann nach langer Zeit, so kam es mir vor, wieder Rehearsals. Da genau am dem Samstag wo ich nicht da war ein neuer Tanz speziell für die Braniacs, was auch ich bin, eingeübt wurde war ich ein wenig verloren. Aber ich habe trotzdem einmal wieder gemerkt wie viel Spaß mir die Proben für das Musical machen.
Dienstag war der 14. Februar und was heißt das? Valentinstag. Ich hatte mich sogar schon ein wenig darauf gefreut, denn ich hatte diese kitschige Karte mit tanzenden Bacon im Target gefunden und wollte diese Morgan geben, ich denke im Endeffekt fand ich die Karte lustiger als sie selbst. Außerdem hatte Kelly uns beiden jeweils einen Teddybären mit Hershey Kisses und eine McDonalds Gift Card geschenkt, da ich bis dahin noch nicht einmal bei McDonalds war obwohl das der Inbegriff von Fast Food ist, hier allerdings bei weitem nicht das beliebteste. Leider bekamen wir in Pre-Calc nichts geschenkt sondern nur ein Quiz was natürlich wir absolvieren mussten. Rein theoretisch wusste ich was ich machen musste nur leider ist mir im Anschluss aufgefallen, dass ich die ganzen Quadratzahlen vergessen habe und somit folglich alles falsch war, da die Rechnung aufeinander aufgebaut hat.
Am Mittwoch wurde uns aber zum Glück bekannt gegeben, dass der Test so schlecht ausgefallen war, dass wir alle,, wenn wir möchten, noch einmal eine zweite Chance bekommen. Diese habe ich natürlich wahrgenommen, denn ich wollte das mögliche F nicht auf mir sitzen lassen. Ich habe den Test bestimmt drei Mal durchgerechnet nur um sicher zu gehen, dass ich nichts vergessen oder falsch gemacht habe. Am Nachmittag waren Morgan und ich auch direkt nach McDonalds gegangen um den Gutschein einzulösen! Da ich nun Vergleich habe muss ich leider sagen, dass McDonalds Fast-Foot-mäßig gesehen gar nichts besonderes ist, da gefällt mir Chick-Fil-A sehr viel besser. Trotzdem kann ich sagen, ich habe bei McDonalds in Amerika gegessen. Nachher sind wir dann zur Youth Group gegangen.
Am Donnerstag hatten wir dann einen Early Dismissal, dass heißt alle Blocks sind kürzer und die Schule ist um 11.15 Uhr vorbei. Die Zeit am Donnerstag habe ich auch erstmal genutzt um einen guten Nap zu halten der natürlich wieder etwas länger als erwartet war.
Am Freitag hatten wir keine Schule, da die Lehrer eine Versammlung hatten. Zusammen mit dem Early Dismissal am Donnerstag und den freien Tag am Montag haben wir so ein schönes langes Wochenende! Wirklich viel habe ich am Freitag dann auch nicht gemacht als ein wenig mit den Blogposts aufzuholen und allgemein ein paar Dinge zu ordnen die die Woche über liegen geblieben waren.
Auf den Samstag hatte ich mich schon die ganzen Tage gefreut, denn es ging nach Philadelphia!Nach einem stärkenden Frühstück bei McDonalds ging es für Kelly und mich mit strahlenden Wetter auf nach Philly. Auch, wenn es später ein wenig mehr bewölkt wurde war es trotzdem wunderschön draußen und bei 15°Celsius hatte es auch so einige an die frische Luft gezogen. Zuerst waren wir bei einer Mumma Gras Parade in Manayuk, einem Viertel von Philadelphia. Die verschiedenen Jazz-Bands waren alle in total skurrilen und grellen Kostümen unterwegs. Zusammen mit dem Wetter war die allgemeine Laune gut und ich habe mich sogar ein wenig wie beim Karnevalsumzug gefühlt, so war ich nicht allzu traurig, dass ich dieses Jahr nicht dabei sein kann.
Danach haben wir den Zug in die Innenstadt genommen und sind zum Reading Terminal Market wo ich schon einmal mit der Schule bei unserem Field Trip im November war. Da wir allerdings noch nicht sehr hungrig waren und es gerade Hochbetrieb war haben wir uns dazu entschlossen die Love Statue zu suchen. Durch die City Hall und vorbei an der Eisbahn standen wir dann suchend da. Als wir uns erkundigt haben wurde uns mitgeteilt, dass der Park momentan eine Baustelle ist und die Love Statue demnach renoviert wird. Später haben wir dann aber die Amor Statue gefunden die diese temporär ersetzt.
Von hier aus wollten wir zu den Art Museum und den Rocky Steps. Da wir uns in Philadelphia befanden und ich sehnlichts Busse vermisse haben wir den Bus genommen, der nach einer halben Stunde endlich kam. Am Art Museum angekommen musste ich natürlich erstmal ein Foto mit Rocky machen und meinen inneren Boxer raushängen lassen. Danach ging es natürlich die Treppe hoch, allerdings nicht gerannt denn das sind eine Menge Stufen. Oben angekommen war mir aufgefallen, dass Kelly meine Kamera hatte also hieß es alle Stufen wieder herunter und herauf um Fotos zu machen. Neben mir hat jemand die Rocky Musik geduddelt und man hat sich doch glatt wie im Film gefühlt als man oben stand und die Arme in die Luft gereckt hat. Zurück unten angekommen wollten Kelly und ich den Bus zurück nehmen und waren zu der vorgesehenen Bushaltestelle gegangen. Auf der Parkbank war es so schön und irgendwie war es sehr amüsant die Philadelphian zu beobachten, dass uns gar nicht aufgefallen war, dass gar kein Bus kam. Nach 45 Minuten hatten wir uns dann endlich dazu entschlossen die Meile zurück zur City Hall zu laufen als ein Bus aus der entgegengesetzten Richtung kam. Da diese eine Schleife fahren bin ich hinterher gelaufen allerdings zu langsam und direkt vor meiner Nase ist er davon gefahren, dann hieß es also laufen. Bei dem guten Wetter und unserer guten Laune war das aber gar nicht so schlimm. So kamen wir wenigstens an der Deutschlandflagge vorbei und dem "Denker", welcher auf einem Sockel sitzt und nunmal denkt (das ist eine Statue kein Mensch).
Diesmal ging es an der City Hall vorbei zurück zum Reading Terminal Market wo wir ein Original Philly Cheesesteak gegessen haben. Ein Philly Cheesesteak ist quasi ein klein geschnittenes Steak mit Käse überbacken in einem Baguette. Total voll und fertig ging es dann auf wieder mit dem Zug zurück zum Parkhaus wo wir das Auto gelassen hatten. Auch hier hatten wir natürlich wieder Komplikationen und mussten den Zug aufgrund eines technischen Fehlers wechseln. Um etwa 6.30 Uhr sind wir wieder zuhause angekommen und waren total platt auch, wenn wir gar nicht so viel gesehen haben sind wir doch ein ordentliches Stück gelaufen.
Dies sollte ich auch noch am Sonntagmorgen merken als es ums aufstehen für die Kirche ging. Am liebsten wäre ich liegen geblieben, allerdings hat mich der Burger zum Mittagessen aus dem Bett gelockt. Am Abend sind dann ein paar Freundinnen von Morgan vorbei gekommen und wir haben ein Bonfire gemacht, da es immer noch so warm draußen war. Es gab natürlich auch S'mores und zusammen mit der Lichterkette und dem klaren Sternenhimmel war es auch gar nicht schlimm, dass es ein wenig kühler draußen wurde.

Das war Woche 27, heißt noch knapp 17 Wochen bis ich wieder zurück in Deutschland bin, wie verrückt das ist!

Bis nächste Woche,
eure Hanja :-D